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April 2010

Die AUB und das Naturkundemuseum Cottbus

 Die älteren Cottbus er werden es noch wissen, Cottbus hatte ein Naturkundemuseum. Es gab in Brandenburg zwei dieser Museen. Eins in Potsdam und , wie gesagt ein zweites in Cottbus mit einer sehr bedeutsamen Sammlung. Besonders die Steinsammlung aus dem Tertiär ist in Europa einmalig.
   Das Museum befand sich zuletzt in einem Gebäude am Amtsteich, bis jemand feststellte, dass dieses Gebäude baufällig sei und die Sammlung ausgelagert wurde. Das Gebäude steht heute noch, und da angeblich kein anderes Gebäude in Cottbus zur Verfügung stand, weilt diese so wichtige naturkundliche Sammlung in einem Lagergebäude im Norden der Stadt.
   Die AUB versucht seit Jahren, das Naturkundemuseum, das ja gerade in einem Landesteil, in dem Braunkohle gefördert und weite Flächen und Flüsse renaturalisiert werden, wieder entstehen zu lassen. Wenn nicht hier, wo dann, ist es so wichtig, unseren Bürgern, besonders den jüngeren Mitbewohnern, den  Gedanken und die Aufgabenstellung des Naturschutzes, der naturkundlichen Entwicklung unserer so geschundenen Heimat zu vermitteln?
   Leider ist jedoch festzustellen, dass die Cottbuser Administration in keiner Weise an die Wiedereinrichtung des Museums denkt. Nicht nur Geldmangel, sondern auch gezeigte Interessenlosigkeit führt dazu, dass eine wertvolle Sammlung, die ja ein Eigentum der Cottbuser Bürger ist, in einem Lagerhaus verkommt.
   Museum heißt : Sammeln, Forschen, Präparieren, Lehren und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die in Cottbus vorhandenen Kapazitäten auf diesem Gebiet wurden zielgerichtet abgebaut. Da man glaubte kein Geld für diese Planstellen mehr zu haben, hätte man sich nun bemühen müssen, gemeinsam mit den Bürgern, die durch die Stadtverordneten vertreten werden, und dem Land eine tragbare Lösung, wie es mit diesen Sammlungen weiter gehen soll, herbeizuführen. Zum Beispiel, hätte man versuchen können, die Sammlungen unter Oberhoheit des Landes zu stellen und in eine Stiftung einzubringen, in Cottbus eine Nebenstelle des Naturkundemuseums Potsdam einzurichten, oder wenn all diese Bemühungen scheitern, im schlimmsten Fall die Sammlungen zum Verkauf anzubieten.
   Eigentlich ist es nicht nachvollziehbar, dass sich die Verantwortlichen der Stadtverwaltung aus dieser Problematik  offenbar völlig ausgeklinkt haben. Weder in der Vergangenheit, noch gegenwärtig sind irgendwelche Aktivitäten zu erkennen, das Problem zu lösen. Und diese Tatenlosigkeit hat nun wirklich nichts mit Geldmangel zu tun. Es ist einfach Interessenlosigkeit und Arroganz gegenüber dem Eigentum der Bürger dieser Stadt.
   Die zwischenzeitlich durch die CMT erfolgte Bereitstellung von Ausstellungsräumen im Spreeauenparkwar eine löbliche Maßnahme. Sie hat allerdings nichts mit einem Naturkundemuseum gemein. Hier können naturkundliche Teilsammlungen gezeigt werden, eine museale Forschung und Sammlung findet nicht statt. Außerdem wurden der CMT zwischenzeitlich auch die städtischen Mittel für diese Ausstellung in Höhe von 20.000 € gestrichen. Wie ist da die Ankündigung zu verstehen, man könne eine zusätzliche Etage des Stadtmuseums ausbauen und für naturkundliche Ausstellungen nutzen. Aber woher nehmen wir dafür das Geld? Außerdem gibt es dafür bisher nicht einmal konkrete Planungsunterlagen. 

 Die AUB, die es sich auf die Fahnen geschrieben hat, konsequent für das Recht und das Wohl der Bürger dieser Stadt einzutreten, kann es nicht zulassen, daß mit so wertvollem Bürgereigentum, wie diesen naturkundlichen Sammlungen, so verantwortungslos umgegangen wird. Wir werden über die Öffentlichkeit die Verwaltung zwingen, hier eine Entscheidung zu treffen.

Peter Truppel
im April 2010   

 

05. Januar 2010

Der Märkische Bote berichtet:

Die 30er-FaIle schnappt zu
Für fünf Cottbuser Hauptstraßen-Abschnitte gilt jetzt Tempo 30. Beigeordneter Lothar Nicht sagt, feste Blitzer werden dort nicht aufgestellt, im Januar auch noch keine mobilen. Und dann? Geht dann die Abzocke los? Einen anderen Sinn dieser Maßnahme können nachts  arbeitende  Menschen wie Gastronomen und Diskobetreiber nicht erkennen. Die Cottbuser „Sucht nach Friedhofsruhe" (nach Veranstaltungsverboten wegen einzelner Bürgerklagen) macht ihnen Angst. Existenzangst. Die IHK hatte die Maßnahme scharf kritisiert. Nicht gibt an, die jetzige Lösung sei ein Kompromiss mit der Auffassung der Kammer.
Die AUB hatte gegen die 30er-Pläne ihren letzten Wahlkampf geführt. Das Thema war nach Auffassung von Torsten Kaps, Fraktionsvorsitzender der AUB im Stadtparlament, zu wenig wahrgenommen worden. Er äußert sich jetzt: „Die Geschwindigkeitsreduzierung als erstes Mittel anzuwenden, sehe ich als problematisch an. Zuerst sollte der Mittlere Ring fertig gestellt, die Bahnhofstraße saniert werden, die ja mit einem Flüsterasphalt versehen werden soll. Sollten dann erneute Messungen noch weitere Maßnahmen erforderlich machen, um Lärm und Feinstaub zu vermindern, könnte auch eine Geschwindigkeitsreduzierung in Erwägung gezogen werden - jedoch als letzte Maßnahme! Viel problematischer sind die langen Rotphasen der schlecht aufeinander abgestimmten Ampeln. Zudem sehe ich die Testphase in den Nachstunden als überflüssig, weil dann sowieso kein Verkehr auf der Straße rollt. Dafür wird der Berufsverkehr gelähmt. Sollten die 30er Zonen auch am Tage eingeführt werden, dürfte dies noch schwerer für den Berufsverkehr werden. Dass die Anwohner eine Entlastung wünschen, kann ich natürlich gut verstehen."




Auch hier, in der Karl-Liebknecht-Stra
ße auf den 80 Metern zwischen Mittlerem Ring und der Friedrich-Hebbel-Straße, sollen flotte nächtliche Heimkehrer in diesem Jahr abgezockt wer­den.
Die Begr
ündung für die Maßnahme - Emissionsreduzierung und Verhütung von Unfälen - ist mehr als fadenscheinig, aber der Imageschaden für die dirigistische Stadt hinge­gen groß

Hierzu der Kommentar der AUB von Joachim Löbert

Wenn man sich obiges Bild des Märkischen Boten genauer anschaut, ist der wahrscheinlich wahre Grund für die 30er Zone gleich mit zu sehen. Ca 2m hinter dem Tempolimit steht das Schild „Straßenschäden“. Wozu eigentlich 2 Schilderträger? Die Schilder machen ohnehin nur gemeinsam überhaupt einen Sinn, dann könnten sie auch am gleichen Träger befestigt sein. Das hätte noch Geld gespart.
Wenn es nämlich wirklich um Emissionsschutz ginge, müsste die gesamte Karl- Liebknecht- Str. auf 30 km/h beschränkt werden, da sie überall beidseitig dicht bebaut ist und nicht nur ca 80m.
Ich befürchte nur, dass nach der derzeitigen Kälteperiode und dem wie alljährlich kaum bemerkbaren Straßenwinterdienst (Nebenstraßen, ja selbst Abbiegespuren unserer großen Verkehrsadern sind bis heute, am 5.1., nicht ordentlich beräumt) diese Schilder in ganz Cottbus stehen. Nur sind sie dann überflüssig, da unsere maroden Straßen ein höheres Tempo als 30 km/h ohnehin nicht mehr zulassen.

Wer soll es auch heute noch schaffen diese Straßen alle zu reparieren, wenn es in Cottbus ein geschlagenes Jahr dauert, nur eine Straße zu erneuern (Saarbrücker)?

15. Juni 2009

AUB tritt mit 2 Kandidaten zur Landtagswahl an und leitet die Programm-kommission der Freien Wähler Brandenburg

   Am Sonntag waren Torsten Kaps, Frank Pilzecker und Heiko Selka als Delegierte zur Landtagskandidatenkür der Freien Wähler in Potsdam. Dabei konnten 40 von 44 Wahlkreisen besetzt werden, die restlichen vier sollten nachnominiert werden.
   Torsten Kaps tritt im Wahlkreis 43 (Cottbus Nord) und Frank Pilzecker im Wahlkreis 44 (Cottbus Süd) an.
   In der Liste erhält Torsten Kaps den Listenplatz 4, der beim Überspringen der Fünf-Prozent-Hürde mit Sicherheit den Einzug in den Landtag bedeutet. Frank Pilzecker erhielt den Listenplatz 33 bei insgesamt 41 Plätzen.
  Die AUB spielt damit eine wichtige Rolle beim Landtagswahlkampf der Freien Wähler. Heiko Selka wurde zum Vorsitzenden der Programmkommission ernannt und wird in den nächsten drei Wochen ein Programm erstellen, das möglichst viele AUB-Positionen enthalten soll. Die AUB möchte so die Position der Stadt Cottbus im Land Brandenburg stärken und mehr Bürgernähe der Landespolitik erreichen.

Euer Vorstand

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