Unser Programm

Unsere Stadt ist Ihr Lebensmittelpunkt, der sich in den letzten Jahren gravierend verändert hat. Nicht nur der extreme Bevölkerungsschwund hat zu Veränderungen Ihres Lebensumfeldes geführt, sondern auch der Wille problembewusster Mitbürger, die sich nicht damit abfinden, unser Wohlergehen dem Zufall zu überlassen. Auch wir, als Aktive, Unabhängige Bürger haben uns bemüht, unser Teil beizutragen, dass unsere Stadt lebens- und liebenswerter wird.

Wir versichern Ihnen, das nachfolgende Programm mit allen uns zur Verfügung stehenden demokratischen Mitteln umzusetzen.
Dabei legen wir Wert auf folgende Schwerpunkte:

  1. Stadtverwaltung und –politik
  2. Arbeit und Beschäftigung
  3. Keine Verkäufe
  4. Stadtentwicklung, Wohnen, Senioren
  5. Kinder und Jugendliche
  6. Schule und Bildung
  7. Studieren und Weiterbilden
  8. Kulturlandschaft Cottbus
  9. Cottbus -  Eine Stadt des Sports
  10. Prävention
  11. Verkehr
  12. Berufliche Ausbildung

1. Stadtverwaltung und Stadtpolitik

Wir setzen uns ein für:

  • Ein wachsendes Cottbus. Menschen ziehen nach Cottbus um hier zu leben. Demografie ist ein Ergebnis aktueller Politik.
  • Eine konsequente Entschuldung der Stadt, denn jeder eingesparte Euro an Zinsen kann wieder investiert werden.
  • Keine weiteren Verkäufe städtischer Gesellschaften.
  • Eine solide Planung und Durchführung von kommunalen Investitionsvorhaben einschließlich deren zeitlichen Abstimmung.
  • Eine Überprüfung aller langfristigen Verträge der Stadt auf Wirtschaftlichkeit und Rechtmäßigkeit.
  • Eine Kontrolle der Zahlungsmoral der Stadt als öffentlicher Auftraggeber. Die öffentliche Hand muss Vorbild sein.
  • Für ein Ende der jährlichen Gebühren- und Abgabenerhöhung, wir brauchen wieder Kontinuität, verbunden mit der Forderung zur Neuordnung des kommunalen Finanzausgleiches beim Gesetzgeber.
  • Die schnellstmögliche Vorlage eines Personalentwicklungskonzeptes.
  • Eine Neubewertung des Stellenplans (gleicher Tarif für gleiche Aufgaben!) und seine konsequente Umsetzung.
  • Ein Leitbild für unsere Kommune, mit dem Ziel, Cottbus zu einer lebenswerten Stadt zu entwickeln. So lebenswert und interessant, dass Menschen in unser Cottbus ziehen und hier leben wollen.
  • Ein City-Marketingkonzept für Cottbus, seine Bürger und seine Touristen.
  • Ein Standort-Marketingkonzept für den Mittelstand, die Unternehmer und Investoren.
  • Ein aktives Marketing einschließlich Werbung und Imagepflege für die Stadt und unsere Region.
  • Imagekampagnen im Sinne der Interessenwahrung der Stadt Cottbus als weltoffene Stadt.

2. Arbeit und Beschäftigung

Wir setzen uns ein für:

  • Die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen durch kommunale Investitionen, insbesondere zur Verbesserung der städtischen Infrastruktur.
    Sinnvolle Investitionen sind die Modernisierung der Schulen und Kitas, der Ausbau des Radwegnetzes und die Instandhaltung der Strassen.
  • Die Ausschreibung von großen Investitionen und Bauleistungen in kleinen Losen, um somit dem Cottbuser Klein- und Mittelstand eine Beteiligung an den Ausschreibungen zu ermöglichen.
  • Die Weiterentwicklung der städtischen Wirtschaftsförderung zur aktiven, integrierten, ämterübergreifenden Projektbegleitung für beratende und organisatorische Unterstützung von Existenzgründungen, Unternehmensansiedlungen und Unternehmenserweiterungen.
    Wir sehen dies als eine der freiwilligen Kernaufgaben der Verwaltung.
  • Eine unbedingte Vertriebsorientierung der EGC (EntwicklungsGesellschaft Cottbus) nach den Vorgaben des Stadtmarketingkonzeptes.
  • Die Entwicklung des ehemaligen Flugplatzes Cottbus-Nord zu einem Gewerbe- und Industriestandort mit Schwerpunkt auf Luftfahrt- und allgemeinen Fahrzeugbau, sowie erneuerbare Energien.
    Beibehaltung des Flugplatzes als Präsenzflugplatz.
  • Die Förderung von Unternehmensgründungen durch Bereitstellung von Flächen und Erlass von Steuern und Abgaben für einen begrenzten Zeitraum.

3. Keine Verkäufe

Wir fordern:

  • Keine Veräußerung kommunaler Unternehmen auf Kosten von Arbeitsplätzen.

4. Stadtentwicklung, Wohnen und Senioren


Cottbus ist auf Grund niedriger Geburtenraten und immer noch fehlender sicherer Perspektiven für junge Familien eine alternde und schwindende Stadt.

Wir fordern deshalb:

  • Die ständige Überprüfung auf Aktualität und konsequente Umsetzung der vorliegenden städtebaulichen Planung für ganz Cottbus, unter strikter Einhaltung des Rückbaues von außen nach innen.
  • Eine verbesserte Umsetzung des Zieles „Barrierefreie Stadt“ im Interesse unserer Senioren und behinderten Mitbürger.
  • Erhalt von bezahlbarem Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten.
  • Eine verstärkte Gestaltung von altersgerechten Wohnungen, sowie die Umgestaltung zu Mehrgenerationen- Häusern bei Rekonstruktionen.
  • Eine bessere Förderung von Seniorenclubs und Schaffung von wohnortnahem adäquatem Ersatz für vom Stadtumbau betroffene Einrichtungen.
  • Die Qualität der Märkte  zu verbessern, ein regionalgeprägter Spreewaldmarkt muss in Cottbus wieder seine Heimstatt finden.
  • Die Förderung von Eigeninitiative in Wohngemeinschaften (Grünanlagenpflege, Hausreinigung, Winterdienst und Veranstaltungen).
  • Einen modernen und ausgebauten Begrünungsplan für unsere Umwelt und die Kinder unserer Enkel.

5. Kinder, Jugendliche und Senioren

Wir setzen uns ein für:

  • Die Unterstützung des neu gegründeten Jugendparlamentes als Kinder- und Jugendvertretung für Cottbus, welche die Mitsprache von Kindern und Jugendlichen bei der Stadtentwicklung ermöglicht.
  • Eine spiel- und kinderfreundliche Gestaltung der Wohngebiete durch die Neuanlegung, sowie die verbesserte Sanierung und Pflege von Spielplätzen.
  • Ein bedarfsgerechtes Angebot an Kita-Plätzen, auch in den neu eingemeindeten Stadtteilen.
  • Die Schaffung von Ganztags-Kindertagesstätten, um den veränderten Anforderungen des lokalen Arbeitsmarktes gerecht zu werden, gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit den Unternehmen der Stadt.
  • Eine Verbreiterung des Angebots von Frei-Räumen für Jugendliche, vor allem auch in den eingemeindeten Stadtteilen und neuen Wohngebieten.
    Die Stadt muss für Jugendinitiativen und -projekte kostenlos Räume zur Verfügung stellen.
  • Eine stärkere Förderung der Jugendfeuerwehren und Sportvereine der Stadt Cottbus, da diese sehr vielen Mädchen und Jungen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung bieten.
  • Die weitere Förderung von Kinder- und Jugendschutzinitiativen.
  • Eine stärkere Förderung der Jugend- und Schulsozialarbeit, da Prävention immer billiger ist, als Intervention.
  • Ein zufriedenes Leben für alle Generationen. Mehrgenerationenprojekte, ein ruhiges Wohnen und Betreuung sowie ein Sichkümmern um unsere Senioren.
  • Eine Stadt der medizinischen Versorgung für alle.
  • Ein Konzept neuer Verkehrswege und –mittel für die Senioren von Cottbus.

6. Schule und Bildung

Wir setzen uns ein für:

  • ein langfristiges Schulentwicklungskonzept mit konkreter Maßnahmeplanung in Zeit und Umfang.
    Eltern und Kinder müssen auch in Cottbus endlich wieder die Sicherheit haben eine begonnene Schulbildung auch im gleichen Haus, unter dem gleichen Lehrkörper beenden zu können.
  • die schnellstmögliche Instandhaltung und Modernisierung der Gebäude insbesondere der Sanitäranlagen, Brandschutzanlagen, Beleuchtung.
  • die Verbesserung der Ausstattung der Schulen mit Lehr- und Lernmitteln.
  • Budgets zur freien Verfügung statt umständlicher Mittelanforderungen.
  • den Einsatz moderner IuK (Informations- und Kommunikationstechnik), verbunden mit der Schaffung der technischen Voraussetzungen (z.B. Internetsicherheit).
  • Schulen, als Begegnungsstätten im Wohnumfeld. (Bereitstellen von Räumlichkeiten für Freizeitvereine, Angebote für Erwachsene).
  • Initiativen und Projekte der Schulen die die Gestaltung des Lebensorts Schule fördern. (Interessenklubs, Schulbibliotheken mit Lehrbuchsammlung, Gebäude- und Schulhofgestaltung usw.).
  • die Förderung von Eigenverantwortung und Achtung der Würde anderer Menschen bei unseren Kindern und Jugendlichen nach dem Grundsatz, dass alle Menschen die gleiche Würde haben, unabhängig von ihrer Leistungsfähigkeit und Herkunft.
  • die Verbesserung der Schulspeisung im Hinblick auf Attraktivität und vollwertige Ernährung.
  • Kurze Wege für Grundschüler.

7. Studieren und Weiterbilden

Die BTU und die FHL sind die wichtigsten Bildungsträger in der Stadt und Hauptarbeitgeber.

Wir fordern deshalb:

  • Die Zusammenarbeit der Stadt mit diesen Institutionen ist entscheidend auszubauen, um die Attraktivität des Studienortes Cottbus deutlich zu erhöhen.
  • Konsequente Nutzung der Potentiale der Hochschulen in wirtschaftlicher, kultureller, sozialer und wissenschaftlicher Hinsicht.
  • Erhalt und Ausbau der Stadt-Bibliothek, ergänzt durch Interaktion und Zusammenarbeit mit dem Multimediazentrum der BTU.
  • Ausbau des Angebotes der Volkshochschule insbesondere zur Förderung der beruflichen Chancen der Cottbuser in enger Zusammenarbeit mit der BTU und der FHL.
  • Vernetzung des Bildungsstandortes Cottbus in Zusammenarbeit mit privaten Bildungsträgern.

8. Kulturlandschaft Cottbus

Wir setzen uns ein für:

  • Den Erhalt der vom Sender 3sat ausgezeichneten ‚überdurchschnittlichen Kulturlandschaft von Cottbus.
  • Für den Erhalt und die Förderung des Staatstheaters Cottbus, der TheaterNative C, des Kinder- und Jugendtheaters ‚Piccolo’ sowie der Puppenbühne Regenbogen als wesentliche Standortfaktoren des Cottbuser Freizeitangebots für  Erwachsene und junge Cottbuser Bürger sowie den Touristen.
  • Die Pflege und den Ausbau der Museen in der Stadt mit klarer Fokussierung auf interaktives Erleben und eine aktive Zusammenarbeit der Museen als Erlebnisverbund.
  • Eine langfristige Budgeteinplanung und Unterstützung für das Festival des jungen osteuropäischen Films.
  • Eine gesicherte und unabhängige Entwicklung der sorbisch/wendischen Kultur und Sprache.
  • Eine weitere Entwicklung des „Tag der Vereine“ zum Cottbuser Kultur- und Sportfestival, an dem die hiesigen Vereine und Kultureinrichtungen die Vielfalt des kulturellen, sozialen und sportlichen Lebens mit der Bevölkerung feiern.
  • Eine stärkere Unterstützung der Bürgervereine als mitspracheberechtigte Institutionen in Cottbus.
  • Eine bessere beratende und organisatorische Unterstützung kultureller Initiativen.
  • Die Öffnung nicht genutzter kommunaler Gebäude bzw. die Bereitstellung vorhandener räumlicher Kapazitäten für Kulturschaffende.

9. Cottbus – Eine Stadt des Sports

Wir stehen für:

  • Ein klares Bekenntnis zum FC Energie als überregionalen Botschafter von Cottbus und der Region.
  • Eine langfristige Budgeteinplanung und Unterstützung für das „German Meeting“ und das „Turnier der Meister“.
  • Eine beratende und organisatorische Unterstützung stadtweiter, sportlicher Initiativen und Wettkämpfe (wie Fußball, Volleyball, Schwimmen, Laufen, Radfahren, Skaten etc.).

10. Prävention

Wir setzten uns ein für:

  • Eine wirksame Prävention im sozialen und schulischen Bereich, um Folgekosten zu vermeiden. Dies sehen wir als eine sinnvolle Investition in die Zukunft für alle.

11. Verkehr

Die Cottbuser Innenstadt erstickt am Individualverkehr. Um das künftig zu vermeiden sind erhebliche Anstrengungen erforderlich, damit der Bürger freiwillig vom privaten Fahrzeug auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigt. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag für unsere Umwelt und Natur.

Wir setzen uns deshalb ein für:

  • Eine bessere und kürzere Vertaktung von Bussen und Bahnen als echte Alternative zum privaten Autoverkehr.
  • Für den Ausbau der Anschlüsse der eingemeindeten Stadtteile an das öffentliche Straßenverkehrsnetz der Stadt.
  • Eine längere tägliche Betriebszeit der Straßenbahn und Busse, um auch am späten Abend den Nahverkehr nutzen zu können
  • schnelleren Ausbau und vorrangige Instandhaltung des Radwegenetzes, mehr Rechte für Fußgänger und Radfahrer durch mehr verkehrsberuhigte Zonen.
  • eine Verkehrsberuhigung der Innenstadt zum Erholen, Erleben, Einkaufen und Genießen.
  • „Tempo 30“ im Umkreis aller Kindereinrichtungen, Schulen und Spielplätze sowie in Nebenstraßen von Wohngebieten.
  • eine zügige Erneuerung unseres Haupt- und Ausfallstraßennetzes, um Lärmbelästigungen durch schlechten Straßenbelag zu vermeiden und KEIN „Tempo 30“ auf Hauptstraßen.
  • eine zügige Umsetzung der Ortsumgehungen und des inneren Stadtringes in einer von Anwohnern favorisierten Variante.
  • eine schnellstmögliche Realisierung der Oder- Lausitz- Magistrale.
  • Eine Abschaffung der stationären Geschwindigkeitsmessgeräte (Imageschaden, Kostenfaktor) und dafür verstärkt flexible mobile Überwachung an den tatsächlich neuralgischen Punkten, wie Schulen und andere öffentliche Einrichtungen.
  • Das Stadtmarketing als Organisationseinheit der Verwaltung, mit dem Ziel einer optimalen Verzahnung der Innenstadt.

12. Berufliche Ausbildung

Wir setzen uns ein für:

  • Ausbildung in allen Betrieben und der Stadtverwaltung entsprechend den Erfordernissen. Absicherung der langfristigen Arbeitsfähigkeit sowie eines gesunden Altersmixes zum Ausgleich der natürlichen Fluktuation.
  • Eine engere Zusammenarbeit mit Wirtschaftsförderung, Agentur für Arbeit und Kammern (Bedarfsanalysen, Ausbildungsprogramme).
  • Bedarfsorientierte weiterführende Schulen und die Stützung hochwertiger Weiter- und Fortbildungseinrichtungen.